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Meine Gründe um 3 Wochen allein nach London zu fahren:

Nun, drei Wochen lang in ein anderes Land zu gehen ist für mich ein recht großer Schritt, da ich ein totales Heimchen bin!
Wenn ich mal weg gefahren bin, dann nur mit meiner Familie oder mit Freunden. Völlig allein zu sein ist daher ein ganz neuer Schritt, da ich auch ziemlich schlecht englisch spreche...
Aber gleichzeitig ist es wohl ein notwendiger Schritt.
Ich weiß noch nicht genau, was ich später mal beruflich machen möchte. Doch in den meisten Berufen (eigentlich in fast allen gehobenen Berufen, wo ich gern mal hin möcht), braucht man gute Englischkenntnisse, die ich leider nicht habe.
Ich habe in der 5. Klasse eine Lehrerin gehabt, die ich nicht besonders leiden konnte, wodurch mein Interesse am Englischunterricht ziemlich gegen null lief. Und in den darauf folgenden Jahren hatte ich immer eine neue Englischlehrerin. Jede meinte "Ihr seid in der XY. Klasse und müsst das können!"
Dass wir (also unser Kurs) es nicht konnten, interessierte niemanden großartig...
Erst in der 10. Klasse hatten wir eine Lehrerin, die ziemlich bestürzt darüber war, wie schlecht wir englisch konnten.
Sie war die erste Lehrerin, die versucht hat uns ernsthaft etwas beizubringen und nicht den Stoff reinzuprügeln, den wir in der 10. Klasse eigentlich hätten lernen müssen. Sie hat sich unserem Niveau angepasst.
Ich weiß noch genau, wie wir eine Lektüre erhalten haben, die eigentlich für Schüler der 7. Klasse war. Wir hatten ziemliche Problem damit...
In der 11. Klasse hatte ich wieder die Lehrerin aus der 5.
Da ich natürlich nicht mit anderen mithalten konnte, die alle besseren Englischunterricht genossen durften als ich, bekam ich selbstverständlich eine 5 -_-'
Doch ich hatte ziemliches Glück, könnte man sagen: Ich hatte Spanisch gewählt (in der Hoffnung, dass ich diese Sprache besser lernen könnte, wenn ich mir mühe geben würde) und dazu Biologie und Chemie.
Mit zwei Sprachen und zwei Naturwissenschaften hatte ich die Möglichkeit ein Fach abzuwählen. (Die Fächer müssen immer im Verhältnis 1:2 vorhanden sein)
Also sprach ich mit meiner Englischlehrerin und erklärte ihr die Sache. Und auf meine Frage, ob ich Englisch abwählen solle (weil es ziemlich komisch auf dem Zeugnis aussieht, wenn man kein Englisch hatte) antwortete sie nur "Mach es!!!". Ich hab auf sie gehört!

War auch gut so. So konnte ich mir drei Fehlkurse in Spanisch erlauben (ich habs nicht gepackt...) und werde zum Abitur zugelassen.

Trotzdem: Es sieht ziemlich seltsam aus, dass auf meinem Zeugnis kein Englisch drauf steht...
Und wenn ich einen drei wöchigen Sprachkurs mache kann ich bei einer Bewerbung zumindest sagen "Hey! In der Schule ist es echt mies gelaufen und ich hatte ziemliches Pech... Aber ich möchte es können und habe direkt nach dem Abitur eine Sprachreise gemacht!"
Und da die Sprachreise bescheinigt wird, hab ich sogar was vorzulegen

So, das zum beruflichen Grund ne Sprachreise zu machen!

Aber natürlich gibt es noch mehr: Zum Beispiel, dass ich gerne unabhängiger werden möchte. Ich häng halt ziemlich an meiner Familie und meinem zu Hause... Und drei Wochen auf mich allein gestellt zu sein hat somit viele Vorteile!
Ich habe nicht Mami und Papi, die alles machen. Muss in einer fremden Stadt klarkommen und mit Menschen sprechen, die nicht meine Sprache sprechen.
Wenn ich das überlebe steigert es auch mein Selbstbewusstsein, was leider nicht so groß ist.

Das sind alles Dinge, die ein Jugendlicher natürlich lernen will. Unabhängig sein, allein überleben und "stark sein". Das ist vollkommen normal.
Doch meine Mutter will natürlich ihr kleines Kindchen nicht verlieren, da ihr Großes schon so weit weggezogen ist.
Aber trotzdem: Wenn ich das durchstehe wird es gut für mich sein!

Mal sehen... Wenn es mir gefällt kann ich mir auch vorstellen länger weg zu gehen. Dann mache ich in meinem Pause-Jahr, nach dem Abitur, weniger Praktika und tue mehr für englisch!
Weil in dem Jahr nur dumm rumsitzen will ich nun auch wieder nicht!